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KiezKunstKultur: Ort der Erinnerungen

“die werkstatt” wird den Ort der Erinnerung wieder frei legen und reparieren. - Foto: Wolkenhauer

Ein Raunen geht durch den Raum in der „werkstatt“, Nollendorfstraße 38. Gerade haben die 15 Männer und Frauen erfahren, wo sie als nächstes arbeiten werden.
Ihr neuestes Qualifizierungs- und Bauprojekt heißt „Aufwertung des Ortes der Erinnerung“. Dieser Ort am Hochbunker Pallasstrasse ist von Lehrer/innen und Schüler/ innen der Sophie Scholl Schule gestaltet worden.
Bis Jahresende werden die Leute von der „werkstatt“ den Platz von Gestrüpp befreien und die Steine neu verlegen.

Der Bunker wurde von ukrainischen Zwangsarbeiter/innen 1943 – 1945 errichtet. Sie waren in einem Lager – der heutigen Sophie-Scholl-Schule - untergebracht. Die Eltern mussten schwerste Arbeit leisten, um den Bunker zu bauen. Die Kinder waren sich in der zerstörten Schule selbst überlassen.

Das „Blaue Band“ symbolisiert den Weg der Eltern, den sie von dort zur Bunkerbaustelle zurücklegen mussten.

„die werkstatt“ ist ein Arbeitsprojekt für suchtmittelgefährdete und -abhängige Menschen. In Schöneberg-Nord sind ihre Instandsetzung- und Aufräumarbeiten sehr geschätzt. An diesem geschichtsträchtigen Ort zu arbeiten ist für alle etwas Besonderes.
Und es ist gut zu sehen, dass sie helfen, die Geschichte im Kiez lebendig zu erhalten.