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"Suchet der Stadt Bestes": Broschüre zum Dialog der Religionsgemeinden erschienen (2010)

Gelungene Vorstellung: die neue Broschüre zum Dialog der Gemeinden

Eine sehr schöne Broschüre bietet unter dem Titel "Suchet der Stadt Bestes" einen Überblick über den Dialog und die Aktivitäten der lokalen Religionsgemeinden der beiden Quartiersmanagement-Gebiete Tiergarten Süd und Schöneberger Norden und stellt die sieben Mitglieder-Gemeinden vor.
Sie erhalten das Heft kostenfrei in den beiden QM-Büros und bei den Gemeinden, oder Sie schmökern hier online: Broschüre "Suchet der Stadt Bestes" (PDF 2,5 MB).

Einen kleinen Einblick in den bisherigen Dialog möchten wir Ihnen auch gleich an dieser Stelle anbieten:

Respekt vor dem Anderen, egal, aus welcher Kultur oder welchem Land jemand kommt oder  welche Religion er hat: Das ist leider immer noch keine Selbstverständlichkeit, auch nicht im Schöneberger Norden und in Tiergarten Süd. Bewohner aus sehr vielen verschiedenen Kulturen, Herkunftsländern und Religionen leben teils in gegenseitigem Respekt zusammen, teils einfach nebeneinander her. Manchmal gibt es aber auch Vorurteile oder Misstrauen den Nachbarn gegenüber oder sogar offene Konflikte.

Farbenfroher Fingerzeig: Kirchenfenster von St. Matthias

Die beiden Quartiersmanagements Schöneberger Norden und Magdeburger Platz/Tiergarten Süd haben deswegen Anfang 2007 regelmäßige Runden mit Vertreter/innen verschiedener Religionsgemeinschaften angeregt. Sich gegenseitig besser kennen lernen, mit allen gemeinsam etwas für ein friedliches Zusammenleben der Kulturen und Religionen vor Ort tun und so den ganz normalen Alltag für alle angenehmer machen: Das sind die Ziele dieser Treffen.

Sieben Gemeinden stehen seitdem im Dialog miteinander, möchten ein Zeichen setzen für Begegnung, Respekt und Miteinander: Die Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde, die Semerkand-Moscheegemeinde, die American Church in Berlin, die Katholische Kirchengemeinde St. Matthias, die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, die Anadolu-Moscheegemeinde und die Lukas-Gemeinde haben sich an einen Tisch gesetzt – und schon viel in Bewegung gebracht.

Wenn Schrift zum Ornament wird: arabische Zeichen der Semerkand-Gemeinde

Im Netzwerk der Religionsgemeinschaften geht es nicht um Diskussionen über Glaubensdinge, sondern um die gemeinsame Verantwortung für das Zusammenleben im Kiez – darüber waren sich die Beteiligten beim ersten Treffen im Mai 2007 rasch einig. Bei dieser Runde im Goldenen Saal des Schöneberger Rathauses saßen neben den Gemeinden auch Vertreter/innen von Quartiersmanagement und Bezirkspolitik mit am Tisch. Und, was alle Beteiligten sehr gut fanden: Auch ein neutraler Moderator und Prozessbegleiter war von Anfang an mit von der Partie.

Seitdem gab es weitere Zusammenkünfte: Reihum haben sich Vertreter/innen der Gemeinden gegenseitig besucht, um sich kennen zu lernen und gemeinsame Aktivitäten zu planen.

Welche Schwerpunkte solche Aktivitäten haben sollen, darum ging es im Herbst des Jahres bei der Zukunftskonferenz „Religionsgemeinschaften im Kiez – 2012“. Erziehungsarbeit und Bildung für Jugendliche, gegenseitiges Kennenlernen der Gemeinden und ihrer Mitglieder und gemeinsame Projekte und Aktionen für den Stadtteil stehen ganz oben auf der Wunschliste.

Vertreter/innen der Dialog-Gemeinden im gemeinsamen Rhythmus

Viel ist seitdem schon geschehen:
Gemeinsam feierten Muslime und Nichtmuslime an einem Tag im Ramadan das allabendliche „Fastenbrechen“. Neben Besuchen in den Gotteshäusern und Gebetsräumen vor Ort stand auch die Şehitlik-Moschee am Columbiadamm als ein Beispiel eines repräsentativen Moscheebaus auf dem Programm.

Bei den beiden „Festen der Religionen“ im Herbst 2008 und 2009 auf dem Zwölf-Apostel-Kirchplatz konnte man richtig zusehen, wie bei jung und alt kleine Berührungsängste schwanden und wie groß das Interesse an den Projekten der einzelnen Gemeinden war.

Einen Wanderpokal beherbergen momentan die Jugendlichen aus der Anadolu-Moscheegemeinde: Sie sind die stolzen Gewinner von „Anpfiff 09“, des ersten Freundschaftsspiels der Religionen.

Kurzum: Eine ganze Reihe an Aktionen hat die Gemeinden einander schon ein gutes Stück näher gebracht, und das soll auch so weiter gehen. Das Fußballspiel „Anpfiff“ soll es wieder geben, ebenso wie das gemeinsame Fest der Religionen. Weitere Aktivitäten darüber hinaus sind geplant.


- Im Bereich "kiezübergreifende Projekte" finden Sie weitere Informationen zu Einzelprojekten und per Link zum Hintergrund des "Dialogs der Religionsgemeinden".

text: Broschüre-wolk; grafik: Broschüre