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Stadttour »Historische Orte sichtbar machen«, Tour II - Von Bahntrassen, Straßen, Wohnhäusern und Brücken
Lesung mit Marguerite Kollo: Willi Kollo »Als ich jung war in Berlin...«
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Führungen: Informationsort Schwerbelastungskörper
An der Kolonnenbrücke, Ecke General-Pape-Straße, steht ein wenig versteckt am Straßenrand ein riesiger runder Betonklotz.
Keine Fenster, kein Verputz, kein richtiger Eingang, erst recht kein Klingelschild... Was ist das?!
Des Rätsels Lösung: Die Nationalsozialisten wollten ja Berlin zur „Hauptstadt Germania“ umbauen, zu einer repräsentativen Metropole in unglaublichen Dimensionen, mit überbreiten Prachtstraßen und Prunkbauten, neben deren Dimensionen sich der Mensch eher wie eine Ameise vorkommen würde.
Doch Stein und Beton in solchen Mengen wiegt natürlich auch viele, viele Tonnen – und der Berliner Boden besteht aus Sand, unter dem gleich das Grundwasser beginnt. Keine idealen Voraussetzungen, das war auch den Baumeistern damals klar.
Um zu testen, ob der schwierige Untergrund dem enormen Druck durch die riesigen Bauten überhaupt Stand halten würde, wurde eben jener Klotz an der Kolonnenbrücke gegossen: Am massive Beton-Schwerbelastungskörper, so die Überlegung der Planer, sollte sich zeigen, was der Boden trägt.
Seit einiger Zeit ist der Koloss rundum vom Gestrüpp befreit und mit Führungen betretbar.
Wer sich also genauer schlau machen möchte, was hier geplant war, und wer erfahren möchte, welche Ergebnisse der Beton-Versuch denn nun brachte: Herzlich willkommen zu den kostenfreien Führungen des Museums Tempelhof-Schöneberg mit den Profis des Vereins "Berliner Unterwelten"!
Führung: Informationsort Schwerbelastungskörper
Treffpunkt: General-Pape-Straße/ Loewenhardtdamm
Termine: den ganzen August über jeweils sonntags um 12 Uhr







