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Mittwoch, 20.09.2017

Projekt GartenAktiv: Spannende GartenLauf-Exkursion zum Tempelhofer Feld

Gärtnertraum: ein selbst-gießendes Beet - (wie) funktioniert das?
In die Erde wurden verschiedene Stoffe gemischt, die das Wasser gut speichern können sollen.

Nach der Sommerpause ist der GartenPlausch des Projekts GartenAktiv am 14. September 2017 in die nächste Runde gegangen, und zwar mit einer kleinen Exkursion: dem GartenLauf zum Wassermanagement-Versuchsbeet von Volker Hegmann im Allmende-Kontor.

Im Frühjahr diesen Jahres hat der experimentierfreudige Hobbygärtner bereits im GartenPlausch über seine Erfahrungen mit dem letztjährigen Versuch mit wasserhaltenden Bodenzuschlagsstoffen berichtet - und dabei auch schon von seinen Plänen für das Peter-Lenné-Beet auf dem Tempelhofer Feld erzählt.

In einem hufeisenförmigen, selbstbewässernden Hochbeet im Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor wurde die ganze Gartensaison über experimentiert, ob Boden-Zuschlagsstoffe die Wasserhaltekapazität der Erde beeinflussen können und dadurch beitragen können, höhere Erträge zu erzielen. Dazu wurden verschiedene Boden-Zuschlagsstoffe, z.B. Bentonit, Bims, Blähton, Perlite u.a.m., in gleichgroßen Beet-Feldern der Erde beigemischt und mit Salat, Mangold, Radieschen und essbaren Blumen besät. Auch mit verschiedenen Erden und Komposten wurde experimentiert.

Mit verschiedensten Messgeräten, zuletzt mit einem Tensiometer, wurde regelmäßig die Feuchtigkeit des Bodens in den einzelnen Parzellen gemessen. Außerdem wurde das Gewicht der jeweiligen Erträge verzeichnet. Im Laufe des bisherigen Gartenjahres ergab sich aus der messtechnischen Beobachtung der einzelnen Erträge pro Ernte und auch der Stabilität der Erträge sowie der Feuchtigkeit der Erde eine Zickzack-Grafik.

Da der nasse Berliner Sommer mit zahlreichen Starkregenereignissen das Beet jedoch nie hat trockenfallen lassen, fällt es bislang schwer, die Wasserhaltekapazität durch die verschiedenen Zuschlagsstoffe zu beurteilen. Recht „eigenwillig“ (beliebig) erscheinende Messergebnisse, die verschiedenen – eigentlich zur gegenseitigen Absicherung verwendeten – Messgeräte erschweren es zudem, die Ergebnisse zu interpretieren.

Daher wäre es schön, wenn der Versuch im nächsten Jahr weitergeführt werden kann – und alle Interessenten sind herzlich willkommen, sich in der Wassermanagement-AG einzubringen.

Interessenten melden sich bitte bei Volker Hegmann unter: tempel-hof-gaertner[at]planet[.]ms

Hier gibt es weitere Infos zum Klima-Schaugarten-Projekt (PDF 4 MB).

- Das Projekt GartenAktiv wird mit Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt über das Quartiersmanagement Schöneberger Norden unterstützt.

text/fotos: gruppe F - Bettina Walther