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Von Rollschuh-Löwen bis zum Gärtnern: Gelungener letzter Präventionsrat 2015

Schwungvoller Start: die Dschungelbuch-Löwen samt Dompteur vom Rollschuhparadies

Richtig gerührt guckten manche Zuschauer/innen beim ganz speziellen Auftakt zum letzten Präventionsrat des Jahres: Das Publikum war ausnahmsweise auf die Bühne ausgewichen, als ein ganzes Rudel kleiner Löwen samt Dompteur am 26. November 2015 in den großen Saal des PallasT gerollt kam und auf dem Parkett zu Dschungelbuch-Melodien seine Bahnen zog, bevor die etwas älteren Mädchen in Pluderhosen und mit klingelndem Pailetten-Kopfschmuck – ebenfalls auf jeweils acht Rädern - orientalisches Flair verbreiteten. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an alle Beteiligten vom Verein Rollschuparadies für die beiden tollen Vorführungen!

Tolle Show von der orientalischen Rollschuh-Gruppe

Viele Kinder aus der Spreewaldschule, gerade auch viele mit Migrationshintergrund, trainieren bei den Gruppen vom Rollschuhparadies in der Spreewald-Turnhalle mit, so erklärte Frau Nawroth, die Vereinsvorsitzende. Highlights seien natürlich Aufführungen oder sogar Ausflüge zu Turnieren. Eine Bitte von Frau Nawroth an Stadträtin Sibyll Klotz leitete quasi schon zu den aktuellen Anliegen über: Während in allen anderen Berliner Bezirken überall trainiert werden darf, sei die BVV von Tempelhof-Schöneberg der Ansicht, Rollschuhe würden PVC-Böden beschädigen. Sehr schlecht für die Trainingszeiten im Vergleich zu anderen Vereinen - vielleicht ließe sich da nochmal was ändern?
Mit Rosen bedankte sich Stadträtin Sibyll Klotz bei allen Rollschuh-Läufer/innen – und sie lud Kleine und Größere ein, sich am Nikolaus-Buffet vom KaffeeKlatsch und mit dem leckeren Kinderpunsch vom Stadtteilverein zu stärken.

Keine Scheu, ihre Anliegen zu äußern: ...
... Anwohner/innen aus dem Stadtteil ergreifen die Gelgenheit

Die ersten Anliegen aus dem nächsten Programmpunkt „Kiez aktuell“ - nun saß das Publikum wieder wie gewohnt auf Stuhlreihen, einige genossen nebenher die leckeren Häppchen – versprach QM-Koordinatorin Corinna Lippert mit ins Bezirksamt zu den zuständigen Ansprechpartnern zu nehmen: So fragte ein Anwohner, wer denn für die Rest-Baustellen an der Ecke Yorck- und Bautzener Straße verantwortlich sei, und wann die Poller an der Einfahrt zum Spielplatz Bautzener Straße wieder aufgestellt würden. Die seien seit der Verwendung des Fußwegs als Baustraße kaputt, auch Damen vom nahen Strich würden den Weg mit ihren Kunden im Auto nutzen.
Moniert wurde von einer Nachbarin eine Senke im Asphalt der Bautzener Straße nahe der Katzler Straße: Bei Regen entstünde dort ein richtiger See – unüberbrückbar für Fußgänger beim Straßen-Überqueren. Und ebenfalls im KulmerKiez würden Infoplakate und -schilder kurz nach dem Aufhängen entfernt, so dass man die Hinweise kaum lesen könne. „Das ist ein Anwohner aus der Straße, der hat da offensichtlich eine Mission“, konnte ein weiterer Nachbar aus dem Publikum berichten – abgemacht wurde, falls jemand den Mann sieht, ihn anzusprechen und zu bitten, die Infos für alle Interessierten noch hängen zu lassen.
Bis zum nächsten Präventionsrat im März 2016 versprachen Frau Klotz und Frau Lippert sich zur Sanierungs-Situation von U-Bahn-Bahnhöfen im Kiez schlau zu machen: Ein Herr mit Rollator wünschte sich einen Aufzug für die Station Kurfürstenstraße, die derzeit für Gehbehinderte nicht erreichbar ist. Und an der Bülowstraße, so ein Anwohner aus der der Steinmetzstraße, gebe es weder genügend Licht noch den Bahnhof belebende Dinge wie einen Kiosk oder Ähnliches.
In Sachen „es gibt wieder richtig große Ratten auf der Pallasstraße“ bat Frau Lippert, selber Initiative zu ergreifen: Nachbarn füttern Vögel auf der Straße – was natürlich auch den Vierbeinern zugute kommt. Wer so etwas beobachte, möge doch die Vogelfreunde darüber aufklären, damit sei schon viel gewonnen. Sie werde das aber auch ans Amt weiterleiten.
Wie wird sich die Erweiterung der Mittelpunkts-Bibliothek auf die Gertrud-Kolmar-Bibliothek vor Ort auswirken? Zu dieser Frage wurde vorgeschlagen, beim nächsten Prärat Frau Kaddatz, die für die Büchereien zuständige Stadträtin, einzuladen.

Herr Schwarz erläutert den aktuellen Stand in Sachen BVG-Gebäude

„Nachgehakt“ hieß der nächste Punkt – bei dem Frau Klotz den neuen Toilettenwegweiser für den Bezirk vorstellte, zusammengetragen von Herrn Drl Pohlmann aus der bezirklichen Seniorenvertretung, erhältlich in Heftform oder auch online einsehbar. Und zur Frage nach „Speedbrakern“, erhöhten Kissen auf der Fahrbahn der Winterfeldstraße gegen zu schnelle Autos, überbrachte Frau Lippert eine Ablehnung aus dem Bezirksamt: Rettungsfahrzeugen würden so beim Einsatz behindert, außerdem würde das Bremsen und wieder Anfahren den Lärm in der Straße eher erhöhen, so die Fachauskunft.

Eine gute Nachricht überbrachte Rainer Schwarz, seit acht Monaten neuer Jugendamtsdirektor im Bezirk: Noch sei es nicht unterschrieben und ganz in Sack und Tüten, aber für die bedrohten Einrichtungen im ehemaligen BVG-Haus – Potse, Drugstore und PallasT – liege dem Bezirksamt als Mieter inzwischen ein gut ausgehandelter Vertrag für vorerst die nächsten zwei Jahre vor. Innerhalb dieser Frist müsse man zusehen, wie es weitergehen könne: Für den PallasT sehe es auch zukünftig gut aus, Potse und Drugstore mit ihren Räumlichkeiten in den oberen Etagen lägen allerdings mitten im Besitz des privaten Eigentümers – eher unwahrscheinlich, dass der Vertrag nochmals verlängert werde. Da müsse in den nächsten Monaten geschaut werden, welche kommunalen Flächen in näherer Umgebung zur Verfügung stünden, um in zwei Jahren nicht wieder in eine brenzlige Situation kurz vor Rausschmiss zu geraten.

Das Socius-Team stellt die Ergebnisse des Empowerment-Projekts vor

Bei der Verabschiedung des demnächst auslaufenden Projekts „Empowerment im Quartier“ konnte das Socius-Team Herr Baier, Frau Sturm-Krone und Frau Hering von schönen Erfolgen berichten: Seit Sommer bietet das Stadtbad Neukölln immer montags von 12 bis 22.30 Uhr eine reine Frauen-Schwimmzeit an – auch die Frauenschwimm-Gruppe aus unserer Nachbarschaft nutzt das Angebot gerne. Neu ist, dass es ab Anfang kommenden Jahres Schwimmkurse für Frauen geben wird - für Anfüngerinnen und Fortgeschrittene; ein Angebot, so eine Frau aus der Schwimmgruppe, das hoffentlich längerfristig weitergehen wird. „Das ist eine große Leistung, dass Sie das mit den Schwimmkursen als Gruppe selber hinbekommen haben“, würdigte Frau Klotz den tollen Erfolg.
Weitergehen soll auch die Schöneberger Börse: Nun, am Ende des Empowerment-Projekts, scheint sich die Zielrichtung als Tauschbörse für ehrenamtliches Engagement zu konkretisieren, so Frau Hering. Es gebe auch eine aktuelle Anfrage aus dem Bewohnertreff KaffeeKlatsch für die Betreuung eines schwarzen Bretts.
Eine Dokumentation über das Gesamtprojekt, zusätzlich zum aktuellen Flyer, versprach Herr Baier bis Anfang kommenden Jahres fertig zu stellen. Trotz des Projektendes gehe ja die Empowerment-Arbeit weiter – er bedankte sich bei allen, die sich beteiligt hatten, für die spannende und gute Zusammenarbeit.

Lisa Gilmozzi lädt ein zum Mitmachen bei "Wachse, wachse und gedeihe"

Wachse, wachse und gedeihe“ war das nächste QM-Projekt, das sich vorstellte: Nachbarschaftliche Begrünungs-Aktionen im Steinmetzkiez seien das Ziel, grünere Höfe, und den öffentlichen Raum vom Müll zu befreien und zu verschönern – gemeinsam mit Kindern und Erwachsenen vor Ort, die so auch Verantwortung für die Gegend vor ihrer Haustüre übernehmen, so erklärte Lisa Gilmozzi vom Nachbarschaftstreffpunkt Steinmetzstraße. Schon haben eine Putz- und Pflanzaktion in einem Hof samt anschließendem kleinen Fest stattgefunden, mit Kindern zusammen wurden zwei Beete an der Straße bepflanzt, weitere Planungen gab´s bei einem Workshop fürs kommende Jahr. Zusammen und gemeinsam mit vielen Kooperationspartner vom QM bis zu Gewobag und Bezirksamts-Abteilungen können so alle mithelfen, dass die Straße und die Umgebung schöner werden.
Ein interessierter Nachbar aus der nördlichen Steinmetzstraße wurde gleich eingeladen, sich in den Mailverteiler einzutragen – und von Herrn Meyer vom Team QM auf Fördermöglichkeiten für Interessierte aus dem gesamten Gebiet hingewiesen.

Vorschau auf Projekte im nächsten Jahr und Dank an alle Aktiven von Alexander Meyer aus dem Team QM

Neues aus dem QM: Bei diesem letzten Punkt berichtete Herr Meyer vom tollen Erfolg, bundesweites Modellquartier "Grünflächen in der Sozialen Stadt" geworden zu sein. Für das kommende Jahr gebe es schon zahlreiche gute Projektideen, die gemeinsam mit dem Quartiersrat entwickelt würden: So soll beispielsweise die Verbesserung der Sportflächen im Kleistpark aus dem Baufonds angegangen werden, ein Projekt soll sich um ein „Netzwerk Gärtnern“ drehen; der offizielle Start des HipHop-Projekts mit Graffitiworkshop, Breakdance, DJ-ing und Rap steht an, und auch das Flüchtlingsprojekt geht weiter.

Mit einem Dank vor allem auch an die Mitglieder des Quartiersrats für ihre engagierte Arbeit schloss der Nikolaus-Prärat – diesem Dank an alle Aktiven schloss sich Stadträtin Sibyll Klotz gerne an und wünschte allen, auch mit Blick auf das kommende neue Jahr: „Bleiben Sie heiter!“

- Weil es ja diesmal einen so besonderen Einstieg in den letzten Präventionsrat des Jahres gab: Hier haben wir Ihnen nochmal ein paar Bilder zusammengestellt, der Schwung trägt bestimmt bis zum nächsten Mal - bis dann, im März 2016!

text/fotos: Susanne Wolkenhauer