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Gewerbegespräch Schöneberger Norden zum Thema "Business Improvement District" an der Potsdamer Straße

Noch hat das Gewerbegespräch mit schließlich fast 30 Teilnehmer/innen nicht begonnen ...

Business Improvement Districts (BID)  – ein Gewerbe-Katalysator für die Potsdamer Straße?

Am Donnerstag, den 10. April 2014 fand im Palladin in der Pallasstraße im Rahmen der „Gewerbegespräche Schöneberger Norden“ des Quartiersmanagementes eine Veranstaltung zum Thema „Business Improvement Districts – ein Gewerbe-Katalysator für die Potsdamer Straße?“ statt.

Über die Grundlagen, Möglichkeiten, Chancen und möglichen Hemmnisse bei der Umsetzung des BID diskutierten geladene Gäste mit Vertreter/innen der Bezirksämter Mitte, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln, der BVV Tempelhof-Schöneberg und des Abgeordnetenhauses von Berlin, der IHK sowie Bewohner/innen, Gewerbetreibenden und Akteuren aus den Quartieren Schöneberger Norden und Tiergarten-Süd.

Auf dem Podium saßen Martina Marijnissen (Wirtschaftsförderung des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg), Regine Wosnitza (Vorstand der IG Potsdamer Straße), der Moderator Dr. Michael Müller und Frithjof Büttner (BID-Beauftragter bei der Behörde für Stadtentwicklung Hamburg), der den Abend mit einem interessanten Vortrag über die mehrjährigen Hamburger Erfahrungen mit BID einleitete.

Der Business Improvement District ist ein für Berlin neuer Handlungsansatz für innerstädtische Bereiche, mit dessen Hilfe Grundstückseigentümer auf weitgehend freiwilliger Basis zeitlich begrenzte Maßnahmen zur Verbesserung des Umfeldes und der Erhöhung der Attraktivität des Bereiches finanzieren und durchführen. Ziel ist es, die strukturellen Defizite von historisch gewachsenen Zentren gegenüber zentral verwalteten Einkaufszentren auszugleichen. Während dort Möglichkeiten bestehen, das Erscheinungsbild zu vereinheitlichen, eine Vermarktung gebündelt stattfindet und die angesiedelten Betriebe gefördert werden können, stehen den Betrieben in den Geschäftsstraßen derartige Möglichkeiten häufig nicht zur Verfügung. Freiwillige Initiativen stoßen schnell an ihre Grenzen, insbesondere finanzieller Natur. Hier setzt das Konzept des BID an. Zu den typischen Maßnahmen im Rahmen von BID zählen Umfeldverbesserungen, z.B. Reinigung von Graffiti oder Verbesserung der Sauberkeit und Investitions- und Marketingmaßnahmen.  Dies zeigten auch die Hamburger Beispiele.

Das Land Berlin macht sich derzeit auf den Weg, die gesetzlichen Grundlagen für den Aufbau von Business Improvement Districts, die es in Hamburg schon länger gibt, zu schaffen. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg arbeitet konkret an der Vorbereitung eines BID am Tempelhofer Damm.

Die erfolgreichen Beispiele zeigen auch, dass den an der Potsdamer Straße ansässigen Gewerbetreibenden mit BID ein Instrument zur Verfügung stehen wird, mit dessen Hilfe sie in Selbstorganisation ihr Geschäftsumfeld eigenverantwortlich verbessern könnten, auch wenn die Potsdamer Straße weniger eine klassische Einkaufsstraße ist, sondern eher eine Straße der „Spezialisten“.

- Die Gewerbegespräche werden mit Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt über das Quartiersmanagement Schöneberger Norden gefördert.

text: Alina Abu Marya / QM; foto: QM