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Infoveranstaltung für alle Interessierten aus dem Quartier zu den Planungen Spielplatz Großgörschenstraße 29

Vom Golfabschlagplatz zur Multifunktionsfläche: Großes Interesse an der Gleisdreieck-Planung

Riesen Interesse: auf dem ehemaligen Golf-Abschlagplatz am Gleisdreieck
Frau Krokowski bei der Einführung

Waren es dreihundert, waren es vierhundert Menschen? Auf alle Fälle waren es überwältigend viele, die am Samstag, dem 17. April 2010 bei schönsten Frühlingswetter zur Begehung des Westparks auf dem Gleisdreieck gekommen waren.
Eingeladen hatten die Quartiersräte der beiden QM-Gebiete Magdeburger Platz/Tiergarten Süd und Schöneberger Norden. Die Begehung wurde von Frau Krokowski, Grün Berlin GmbH durchgeführt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Gabriele Hulitschke vom QR Magdebuger Platz und einführenden Worten durch Frau Krokowski am Treffpunkt Ecke Kurfürsten- und Dennewitzstraße ging es auf Höhe der Dennewitzstraße 4 aufs Gelände.

- Damit Sie die folgenden Ausführungen besser nachvollziehen können, hier ein von der Arbeitsgruppe der beiden Quartiersräte kommentierter Plan des Parkentwurfs (PDF 500 kb).

Obwohl die Verständigung in der großen Gruppe nicht einfach war, gab es viele Fragen zum zukünftigen Park.

Der erste längere Stopp der großen Menschentraube war an der Abschlaganlage des ehemaligen Golfplatzes nördlich der Hochbahn. Erst oben auf dem Gerüst der Anlage stehend und später unten umringt von vielen Menschen, versuchten Frau Krokowski und der Landschaftsarchitekt Herr Schwarz vom Atelier Loidl die Grundzüge des Parkentwurfes darzustellen.
Dazwischen rumpelte immer wieder die U1 über die Hochbahn... Wer keine Ohren hatte wie ein Luchs, hatte es nicht leicht - die Menschen in den hinteren Reihen wandten sich deswegen raltiv bald ab und die Gruppe wurde kleiner. Da das Interesse offensichtlich so groß ist, wären für das nächste Mal ein Megaphon oder die Aufteilung in kleinere Gruppen sehr angeraten.

Aufmerksames Lauschen: Herr Schwarz und Frau Krokowski stellen die Pläne vor

Die vorne stehenden Besucher hörten jedoch konzentriert zu. Frau Krokowski wies erstmal auf die geplanten Bauflächen der VIVICO hin, die durch ein paar Messpunkte mit rot-weißen Stangen gekennzeichnet waren. Dadurch wurde deutlich, wie schmal der Park nach Norden hin wird - gefühlt bleibt noch die Hälfte der momentanen Fläche.

Überblick von oben - mit Plan und Erläuterungen
Nach den Erläuterungen auf dem Golfplatz...

Herr Schwarz vom Atelier Loidl erläuterte die Grundzüge des landschaftsplanerischen Entwurfs: Die zentrale Wiese wird von einem umlaufenden Rahmen aus Wegen umgeben, zwischen diesen Wegen befinden sich Felder, die mit unterschiedlichen Aktivitäten gefüllt werden können - z. B. Spielplätze, Tischtennis u. a. An diesen nördlichen Bereich schließt sich eine „multifunktionale Fläche“ im Bereich der Hochbahnlinie U1. An dieser Stelle über dem Eisenbahntunnel können keine Bäume gepflanzt werden, der Boden ist nicht tief genug.

Vom Tunnel aus münden hier zwei Nottreppenhäuser, auch ein Rettungsplatz und ein Transformatorhäuschen der BVG müssen bestehen bleiben. Weil hier zusätzlich viele Wege verlaufen – Radfahrer- und Fußgängerwege kreuzen in allen möglichen Richtungen -, schlägt das Atelier Loidl eine Asphaltfläche vor. Dort hätten auch zwei kleinere Spielfelder zum Bolzen, Skaten oder Basketballspielen Platz.

Erläuterungen und Nachfragen an der Tunnel-Rampe

Von der Flottwellstraße, so die Antwort auf Publikumsfragen, werden breite Rampen auf den höher liegenden Park führen. Ob Verbindungen zum östlichen Parkteil mit dem U-Bahnhof Gleisdreieck schon eher als in drei Jahren (so die Planung, die den Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2013 vorsieht) eingerichtet werden können, versprach Frau Krokowski zu prüfen.

Weiter südlich sollen an der Rampe des Eisenbahntunnels Sitzstufen und eine Sandfläche zum gemütlichen Stopp einladen. Die dort wachsenden Bäume und Sträucher müssten weichen, so Frau Krokowski auf kritische Anmerkungen, weil dort wegen des sehr verdichteten Bodens nichts dauerhaft gedeihen könne.

Angeregte Diskussion auf dem Kleingarten-Gelände (Foto: h.s.)

Erstaunlich viele Teilnehmer/innen folgten der anschließenden Einladung in die Kleingartenanlage POG, die momentan relativ gesichert scheint. Bei Kaffee und Kuchen entspannen sich angeregte Diskussionen – untereinander, aber auch mit den Vertretern von Grün Berlin und Atelier Loidl:
So ging es unter anderem darum, ob die Planung nicht viel mehr als bislang das schon vorhandene Grün oder etablierte Wege und Trampelpfade einschließen und erhalten solle - das wollten die meisten Redner –, oder ob man sich über diese Vorgaben hinwegsetzen sollte, um etwas neu Gestaltetes zu erschaffen.

Wir geben Bescheid, wenn die nächste Begehung ansteht!

Insgesamt war die Veranstaltung ein sehr guter Erfolg, weil deutlich wurde, welche Fragen in der Parkplanung noch geklärt werden müssen. Ebenso wurde klar, dass dies keine akademische Debatte ist, sondern dass die Menschen vor Ort tatsächlich interessiert sind.

Bis zu den Sommerferien soll die Parkplanung nun in der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe überarbeitet werden. Dann wäre wieder eine neue Begehung – dann möglichst mit Megaphon oder in kleineren Gruppen – sinnvoll.

Wer über das Geschehen rund um den Gleisdreieck-Park auf dem Laufenden bleiben möchte, dem sei der Gleisdreieck-Blog ans Herz gelegt. Weitere ausführliche Informationen zur Begehung finden Sie auch auf dem Landwehrkanal-Blog.
Und sobald es Neuigkeiten in Sachen Gleisdreieck-Park gibt, werden wir Sie natürlich auch hier auf den Quartiers-Internetseiten informieren.

text: Mathias Bauer/wolk; grafik: Bauer; fotos: wolk