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Familientrödel im PallasT

Ab in die Tonne - oder doch lieber zur Pyjamaparty?! - Gelungene Improvisationstheater-Aufführung in der Neumark-Grundschule (2009)

Gemeinsam einen in die Tonne treten, das ist cool - oder?

Brausender Applaus in der Neumark-Grundschule: Am 21. Januar führten Schülerinnen und Schüler einer vierten Klasse selbst entwickelte Improvisationstheaterstücke rund um Freundschaft, Streit und Versöhnung auf.

„Na gut, wir können meinen Bruder ja mal fragen, ob er mitspielt, zu zweit macht´s nicht so viel Spaß. Aber der spielt eigentlich nie mit..." - Gesagt, getan, die zwei Mädels klopfen beim Bruder der einen an. Doch der sitzt cool am Computer: „Nee, mit Mädchen spiel ich nicht, seht ihr doch, dass ich beschäftigt bin!" Leicht beleidigt schleichen die Freundinnen wieder weg und sind sich einig, dass Jungs eben blöd sind - um nach ein paar Minuten vom Bruder quasi als Entschuldigung mit einem Stück Kuchen bewirtet zu werden.

Die anderen sollen draußen bleiben, die sind eh doof, hier ist allein unser Platz!

Was die Jungs und Mädchen aus der Klasse 4b der Neumark-Grundschule Ende Januar auf die Bühne brachten, waren Szenen aus dem wirklichen Leben: Geschichten ums Neu sein und Freunde finden, um Streit, Zickigkeit und Versöhnung, darum, wie man sich gegenseitig mit Absicht oder aus Misstrauen weh tun, und wie man dann wieder zueinander finden und weiter befreundet sein kann...

Ist es nett, zu zehnt einen einzelnen in die Tonne zu stecken? Macht es Sinn, den Mädels aus dem Zimmer nebenan beim Schulausflug ein „für euch gesperrt"-Schild an die Tür zu hängen? Was passiert, wenn ein Junge aus Jux zwei Mädchen gegeneinander aufhetzt, indem er jeder fiese unwahre Dinge von der anderen erzählt? Und ist frühmorgens beim Zelten der eine Schuh wirklich weg, weil die Freundin einfach gemein ist, oder könnte nicht doch etwas anderes dahinter stecken?

Gut, wenn es so läuft: Zum Schluss gibt´s die Party für alle - und heftigen Applaus für die jungen Schauspieler/innen!

Dass sich Vieles regeln lässt, wenn man erst mal anfängt miteinander zu reden, das haben die jungen Theaterspieler/innen bei ihren Stücken mal auf ganz andere Weise mitbekommen - das gehörte auch mit zum Hintergrund des Projekts, innerhalb dessen die Stücke unter dem Motto „Freundschaft" entstanden sind.
Dass die kleineren und größeren Probleme aus den kurzen Stücken ganz echt sind und aus dem eigenen Alltag stammten, das ließ sich auch an den aufmerksamen Gesichtern der kleinen und größeren Zuschauer/innen ablesen: Na klar, sowas kennt jeder, dass der andere obergemein ist und man traurig oder wütend wird und ihn im Leben nie, nie, nie mehr wieder sehen möchte!

Dass man sich zum Miteinander-Reden manchmal ein bisschen überwinden muss und dass nachher alle gestärkt aus dem Konflikt herauskommen, das zeigten die Szenen aber auch ganz deutlich. Und im besten Fall gibt's zur Versöhnung die prima Pyjamaparty für alle!

Wer weitere Bilder und Videos vom Theaterprojekt sehen möchte oder neugierig auf die Hintergründe ist: unter www.theater-neumark.de.tl gibt´s noch mehr zu gucken!
Das Projekt "Spielend Lernen - Improvisationshteater an der Neumark-Grundschule" wurde mit Mitteln aus dem Programm "Soziale Stadt" (Quartiersmanagement) gefördert.

text/fotos: wolk