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Nachbarschaften: Das Tor zur Welt

Miteinander aktiv - im Schöneberger Norden seit vielen Jahren hoch im Kurs

Treffpunkt "Grünes (Brandenburger) Tor" in der Neuen Steinmetzstraße.
Kontaktaufnahme mal anders: Fragen zum Kochen öffnen die Herzen für Fragen zum Kiez.
Die Studentengruppe portraitiert die Bewohner/innen des Pallasseums. Foto: Pallasseum Portraits

Wussten Sie schon, dass der 28. Mai der europäische Tag des Nachbarn ist, an dem überall Aktionen stattfinden sollen, um Nachbarn zusammen zu bringen? Hier im Schöneberger Norden, wo seit vielen Jahren die Nachbarschaften groß geschrieben werden, mutet diese Institutionalisierung lustig an.

So war es sicherlich Zufall, dass am Tag zuvor das jährliche große Steinmetzstraßenfest stattfand. Während es an einem Ende der Straße Waffeln, Kartoffelschnitten, Kuchen und Couscous zu schmausen gab, erprobten sich am anderen Ende die Jüngsten mit sorgfältiger Absicherung der jugendlichen Peerhelper beim Aufstieg an der Kletterwand. Am Stand der Bildungsbotschafter konnte man seine Sinne schärfen und mit den Händen unsichtbare Dinge ertasten. Ein Bühnenprogramm sorgte für Unterhaltung. Gespräche und Begegnung fanden überall statt. Man kennt sich ja im Kiez.

Und nimmt auch gerne teil an Nachbarschaftsaktionen, die länger als einen Tag dauern. „Ich steh hier grad vor meinem Haus in meinem Kiez und wir bauen hier was,“ gab ein Jugendlicher seinen Freunden kürzlich als telefonische Erklärung, warum er sie nicht treffen konnte.

Dann baute er wieder mit den anderen am ersten Grünen Tor in der Katzlerstraße. Derweil saß die ältere Generation bei einem Glas Tee auf einer Bank und ein Mädchen machte ihre ersten Erfahrungen mit Säge und Hammer.

„Wir stellen hier gemeinsam etwas her, was uns allen gehört,“ sagt Thomas Herzog als er sich eine kurze Pause gönnt. „Das ist eine gute Art, sich kennen zu lernen. Ich gehe inzwischen hier in der Katzlerstraße zum Friseur, da treffe ich die Leute dann wieder.“

Insgesamt neun Tore werden innerhalb des Projekts „Grüne Tore“, das von Sofia Camargo, Thomas E. J. Klasen und Hella Pergande geleitet wird, bis zum Herbst im KulmerKiez gebaut. Daneben gibt es noch jede Menge andere Zusammenkünfte und gemeinsame Ausflüge, um sich kennen zu lernen.

Ganz so gut kennen sich die Bewohner/innen aus der Pallasstraße und Winterfeldtstraße noch nicht. Deshalb zogen Anfang Juni Jugendliche aus dem PallasT mit einem kleinen Ü-Wagen, Kamera und Mikrofon los, um in Kontakt zu gehen.

„Sie wollten wirklich wissen, was die anderen von ihnen halten,“ berichtet Carsten Cremer, der das Projekt „Starke Nachbarschaften – Große Kochkünste“ leitet. „Und Fragen stellen wie: Gefällt Euch das Pallasseum? Gefällt euch die Pallasstraße? Wie sind die Jugendlichen hier im Viertel? Was ist Ihr Lieblingsessen? Können Sie ein Rezept auswendig?“

Auf die Antworten darf man gespannt sein. Sie werden als Film bei den schöne[w]ort_tage_2011
präsentiert, das am 24./25. Juni im PallasPark stattfindet und zu dem natürlich auch die Bewohner/innen der Winterfeldtstraße herzlich eingeladen sind.

Dieses Projekt baut darauf, dass gemeinsames Kochen und Essen in allen Kulturen eine wunderbare Art ist, Bekanntschaften zu knüpfen. Doch noch besser ist es natürlich, wenn das leckere Essen auch richtig gesund ist. Und deshalb machten die Projektleiter die Besucher/innen vom Nachbarschaftstreff Kaffeeklatsch im Pallasseum mit den Mitarbeiter/innen der AOK Gesundheitsküche bekannt, die sich in der Pallasstraße befindet.

Gesund zu essen bedeutet eigentlich auch, nicht zu viel zu essen. Doch da dies nicht immer gelingt, braucht es sportliche Aktivitäten, um überflüssige Pfunde schmelzen zu lassen. Und weil gerade ältere Menschen sich nicht mehr so viel bewegen, bietet das Berliner Institut für Public Health (BIPH) unter dem Motto „Schöneberg bewegt sich!“ auch 2011 wieder „Nachbarschaftssport“ für Menschen ab 50 Jahren an. Die Spaziergänge durch den Kleistpark sind gleichzeitig eine Gelegenheit, mit Nachbar/innen zusammen zu kommen und sich auszutauschen – so der Atem ausreicht.

Und wem diese Sportart nicht gefällt, kann zwischen Flamenco und Tango, Atemgymnastik und Qigong wählen, wie er mit Nachbarn/innen sportlich aktiv sein möchte. Denn jeder weiß aus Erfahrung, dass man sich gemeinsam viel leichter aufrafft. Und wenn sich dann der sportliche Erfolg einstellt, kann man ihn zusammen viel besser feiern.

Den europäischen Tag des Nachbarn kannten übrigens auch die Stundent/innen Ole, Tobias, Norman, Szilvia und Carolin von der Fachhochschule Potsdam nicht, als sie im Wintersemester 2010/11 an der Potsdamer Straße fotografierten. Dennoch bemerkten sie sehr schnell, dass im Pallasseum Nachbarschaft groß geschrieben wird. „Wir waren extrem überrascht über die Offenheit der Leute,“ sagt Norman. „Manche haben uns gleich nach Hause eingeladen. Es ist einfach großartig, dass sie uns so viel Vertrauen geben.“

Deshalb kamen die fünf jungen Menschen im Juni acht Tage für das Projekt „Pallasseum Portraits“ zurück und bauten im Kaffee Klatsch und auf dem Parkhausdach ein Fotostudio auf. Die Fotoportraits sollen später in einer Ausstellung präsentiert werden.

Die Möglichkeit, sich professionell ablichten zu lassen sprach sich durch Mundpropaganda sehr schnell herum und bald waren die jungen Fotograf/innen überall bekannt. In ihren Pausen standen sie im Hof und plauschten mit den Pallasseumbewohner/innen. Wie man es unter Nachbar/innen halt so tut.

Informationen für Sie, um an weiteren Nachbarschaftsaktionen teilnehmen zu können:



Projekt "Grüne Tore für die Nachbarschaft"
Weitere Informationen:
Sofia Camargo und Thomas E.J. Klasen
Katzlerstraße 15, 10829 Berlin
Tel. 0163 - 20 19 600


Projekt: „Starke Nachbarschaften – Große Kochkünste“

Nächster Termin:
Vorführung der Nachbarschaftsinterviews
24./25. Juni bei den schöne[w]ort_tage_2011 im PallasPark
Weitere Informationen:
Carsten Cremer
AllOurMemories
Tel. 64833779
Mail: allourmemories[at]gmx[.]de 


Projekt: "Schöneberg bewegt sich!"
Qigong im Kleistpark
vom 17. Juni 2011 bis Ende August
jeden Freitag, 7.30 - 9.00 Uhr
keine Vorkenntnisse nötig
Yoga für ältere Frauen
immer mittwochs von 17.00 – 18.00 Uhr
im Nachbarschaftstreffpunkt Huzur
Bülowstraße 94
10783 Berlin

Weitere Informationen bei
Verena Kupilas
0160 / 97 61 25 28
oder:
Berliner Institut für Public Health
Tel. 76765595
eMail: schoeneberg[at]biph[.]de  
Internet: www.biph.de 


Projekt: PallasseumPortraits

Kontakt und Infos (Ausstellung)
Tel: Norman Behrndt: 0172 9523231
Mai: info[at]pallasseumportraits[.]de 
www.pallasseumportraits.de

text/foto: SchöMo 46