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Offene Angehörigengruppe für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz (2013)

Willkommen bei der Angehörigengruppe "Die Goldene Stunde"

Der Schöneberger Norden zeichnet sich durch eine multikulturelle Lebenswelt aus, die auch ältere Bürgerinnen und Bürger und Menschen mit Demenz beheimatet. Gefördert durch das Quartiersmanagement wurde im April 2013 die Offene Angehörigengruppe "Die Goldene Stunde" für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz gegründet, in der sich die Vielfalt der Kulturen und Religionen in unserem Kiez wiederspiegeln kann.

Immer am 1. und 3. Donnerstag im Monat, von 16.00 bis 18.00 Uhr trifft sich die Gruppe im Gemeindezentrum der Ev. Luther-Kirchengemeinde unter der Leitung der Diplom-Sozialarbeiterin Christina Niesius in der Bülowstraße 71/72 am Bülowbogen - Informationen dazu auf Deutsch, Russisch, Türkisch und Arabisch finden Sie auch im Flyer "Die Goldene Stunde" (PDF 1,7 MB).
Vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist dieses Projekt im Rahmen des Programm „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ durch eine Förderung ausgezeichnet worden, so dass der Fortbestand und Ausbau der Offenen Angehörigengruppe bis 2015 gesichert werden konnte.

Mit diesem niedrigschwelligen Entlastungsangebot sollen Menschen erreicht werden, die ihre an Demenz-Erkrankten zu Hause selber pflegen und betreuen. In der Pflege von Menschen mit Demenz stehen Angehörige an erster Stelle: Die Ehefrau, der Ehemann, der Partner, die Partnerin, die Kinder, enge Freunde und Nachbarn. Erst im zweiten Schritt kommen ambulante Pflegedienste dazu und als ultima ratio gelten stationäre Einrichtungen.

Die Lebenssituation von Angehörigen und Menschen mit Demenz ist gekennzeichnet durch eine Isolationsspirale. Die Anforderungen der Pflege führen dazu, dass sich pflegende Angehörige unter der Belastung der Pflege aus dem öffentlichen Bereich in die eigenen vier Wände zurückziehen. Dadurch ist die Zielgruppe von pflegenden Angehörigen mit Informationen schwer zu erreichen. Insbesondere in Familien mit Migrationshintergrund werden Unterstützungs- und Beratungsangebot nicht nur wegen sprachlicher Hindernisse, sondern aufgrund von Scham und Traditionen wenig angenommen.

Im Rahmen dieser Angehörigengruppe können Teilnehmerinnen und Teilnehmer im gemeinsamen Gespräch ihre Sorgen teilen, nützliche Hinweise und Informationen sammeln, von den Erfahrungen anderer profitieren, Hilfe zur Selbsthilfe gewinnen, sich selber entlasten, Trost teilen und wechselseitige Unterstützung gewähren.
Angehörige und Erkrankte können gemeinsam an den Treffen teilnehmen. Für die Erkrankten steht eine Pflegekraft mit Betreuungsangeboten bereit: Malen, Gesellschaftsspiele, gemeinsames Singen, Bewegungsübungen und Gymnastik, Konzentration- und Gedächtnistraining, kleine Spaziergänge im nahegelegenen Nelly-Sachs-Park.

Die Teilnahme an der Angehörigengruppe und die Betreuung der Erkrankten ist kostenlos.

Die Offene Angehörigengruppe möchte das Thema Pflege im Alter und Fragen zur Demenz in unserem Schöneberger Kiez zur Geltung bringen. Hierzu sollen die Menschen angesprochen werden, die in den Religionsgemeinschaften des Kiezes zusammen kommen, die in den Gruppen der nachbarschaftlich orientierten Einrichtungen und Initiativen des Quartiersmanagements aktiv sind.

Zusammen mit dem Pflegestützpunkt in der Pallasstraße werden im kommenden Jahr Beratungsvorträge und Beratungsgespräche für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Religionsgemeinschaften und Einrichtungen des Quartiers angeboten, bei Bedarf auch in der Muttersprache der älteren Menschen. Durch die Vernetzung der im Quartier beheimateten Religionsgemeinschaften mit den Netzwerken des Quartiersmanagements und dem Geriatrisch-Gerontopsychiatrischen Verbund und seinen Einrichtungen sollen für die Angehörige und Menschen mit Demenz nachbarschaftliche Strukturen als Anker für Gemeinschaft aufgebaut werden.

Für nähere Informationen können angesprochen werden:

Pflegestützpunkt Tempelhof-Schöneberg

Pallasstraße 25, 10781 Berlin        
Ansprechpartnerin: Frau Diane Hall-Freiwald
Telefon 0800-265 08 02 6210                            

Geistliches Zentrum für Menschen mit Demenz und deren Angehörige

Bülowstraße 71/72, 10783 Berlin
Ansprechpartner: Christina Niesius
Telefon (030) 261 24 70
www.glaube-und-demenz.de

- Die offene Angehörigengruppe wird mit Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt über das Quartiersmanagement Schöneberger Norden gefördert.

text/grafik: Projektbericht/-flyer