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Wenn Schwarz-Weiß die Vielfalt zeigt: Die Portrait-Ausstellung in Pallasseum rückt Bewohner/innen ins Rampenlicht

Die Portraits sind vom 6. - 28. April 2012 auch in einer Ausstellung im Rathaus Schöneberg zu sehen – dann allerdings in Farbe!

Das Pallasseum reicht über die Straße, überbrückt einen Bunker. Die Fassade besteht aus unzähligen Fenstern, Balkonen, Beton. Menschen sind nur selten zu sehen

Doch wer genauer hinschaut entdeckt nicht nur Blumen, Fahrräder und Sonnenschirme auf den Balkons und bedruckte Satellitenschüsseln, sondern auf der ersten Galerie sieben großformatige Porträts von Menschen. Sie sind Teil eines Foto-Kunst-Projektes, das im Frühsommer 2011 über mehrere Wochen mit der Unterstützung der Pallasseum Wohnbauten KG stattfand.

Fünf Student/innen der Fachhochschule Potsdam - Norman Behrendt, Ole Jenssen, Carolin Meyer, Tobias Morawski und Szilvia Sztankovits - bauten ein Fotostudio im Kaffeeklatsch und auf dem Dach, luden die Bewohner/innen ein und verschenkten die gemachten Fotos an die Porträtierten. Die Resonanz war überwältigend, über 1.000 Fotos entstanden. Und weil das seine Zeit brauchte, blieb den Bewohner/innen Zeit für nachbarschaftlichen Plausch.

„Ich finde es ist eine gute Idee gewesen,“ sagt die 15jährige Lisa philosophisch. „Sie zeigt, dass wir nicht nur eine Person sind, sondern eine Gemeinschaft. Dass es ganz viele verschiedene Nationen gibt und dass wir alle hier gut zusammen wohnen.“

Rosi, die seit 31 Jahren im Pallasseum lebt hatte keine Zeit, sich fotografieren zu lassen und hat nur einen kleinen Einwand. „Ich finde die Bilder interessant,“ sagt sie. „Doch hätten sie sie ruhig farbiger und peppiger machen können.“

Hier scheint Kunst und Realität ein wenig auseinander zu klaffen. „Die Fotografien mit ihrer einheitlichen Ästhetik stellen die Porträtierten auf ein und dieselbe Ebene,“ erklären die Student/innen bei der Ausstellungseröffnung Ende Januar am Pallasseum und in der Galerie Walden in der Potsdamer Straße 91, wo weitere 20 Porträts gezeigt wurden.

Doch letztendlich stimmen sie mit Lisa überein: „Das »Pallasseum« präsentiert sich somit als ein Ort des Nebeneinanders, welches zwar nicht immer reibungslos verläuft, bei dem sich jedoch zeigt, dass sich die beteiligten Kulturen miteinander arrangieren können.“  

Noch einmal zu sehen ist die Ausstellung:
6. - 28. April 2012
Pallasseum-Porträts
Rathaus Schöneberg

John-F.-Kennedy-Platz 1
10825 Berlin


Mehr Informationen auf www.schoeneberger-norden.de.
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text: Wosnitza; foto: Bahrs