Team QM Schöneberger Norden: Rückblicke und Ausblicke

10 Jahre Quartiersmanagement im Schöneberger Norden:
Der Schöneberger Morgen hat sechs aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter/innen des Teams Quartiersmanagement identische Fragen zu ihrer individuellen Sicht auf den Schöneberger Norden und die wichtigsten Veränderungen in den letzten Jahren gestellt:

  • Frage 1: Was hat sich in den letzten 10 Jahren am stärksten verändert?
  • Frage 2: Sie waren/ Sie sind einige Jahre im Quartiersmanagement- Gebiet tätig. Gibt es Dinge, die Ihnen nicht gefallen?
  • Frage 3: Welchen Ort im Quartier empfehlen Sie Berlinbesucher/ innen und warum?
  • Frage 4: Was wünschen Sie dem Stadtteil für die Zukunft?

Remzi Uyguner

Remzi Uyguner
  • Antwort zu Frage 1:
    Es hat sich eine feste Gruppe von engagierten Bewohner/ innen herausgebildet, die sich mittlerweile gut kennen und für die Belange des Stadtteils einsetzen.
  • Antwort zu Frage 2:
    Dass die Bildungserfolge trotz erheblicher Anstrengungen sehr langsam bzw. langfristig einsetzen.
  • Antwort zu Frage 3:
    Schulhof der Neumark-Grundschule während der großen Pausen, damit die Besucher/ innen eine echte Berliner Kiezschule und ihre Schüler/ innen live erleben.
  • Antwort zu Frage 4:
    Mehr messbare Bildungserfolge für die Kinder und Jugendliche.

Joachim Poweleit

Joachim Poweleit
  • Antwort zu Frage 1:
    Man lebt und wohnt wieder gern hier. Die positiven Veränderungen im öffentlichen Raum und die Zusammenarbeit zwischen Bewohnerschaft, Einrichtungen (Schulen, Kitas) und Vereinen im Kiez haben das Lebensgefühl vieler Menschen gestärkt.
  • Antwort zu Frage 2:
    Schade, dass es bisher nicht gelungen ist, Investionen (des Landes/ des Bundes) zur Qualifizierung der Potsdamer Straße zu erhalten. Von ihrer Aufwertung dürfte das gesamte Gebiet profitieren.
  • Antwort zu Frage 3:
    Beide U-Bahnhöfe sind imposante technische Denkmale.
  • Antwort zu Frage 4:
    Dass er seine Lebendigkeit erhalten möge, seine Bewohner/ innen unterschiedlicher Kulturen friedlich zusammenleben.

Beate Miculcy

Beate Miculcy


  • Antwort zu Frage 1 und 3:
    Das Pallasseum! Es ist ein Ergebnis der kooperativen Zusammenarbeit aller Akteure.
  • Antwort zu Frage 2:
    Sicherlich gibt es im Gebiet manches, das einer Veränderung bedarf. Da es im Gebiet noch so manches gibt, dass einer Verbesserung bedarf, ist es wichtig, die QM-Ressource nicht durch überbürokratische Anforderungen zu versanden.
  • Antwort zu Frage 4:
    Ich wünsche dem Gebiet, dass die QM-Arbeit langfristig fortgesetzt werden kann.

Peter Pulm

Peter Pulm
  • Antwort zu Frage 1:
    Es hat sich so vieles verändert: im Großen wie im Kleinen, auf den Straßen, Plätzen und in den Parks, hinter den Mauern und Fenstern, in den Köpfen und in den Gesichtern. Viele arbeiten und denken heute anders als noch vor 10 Jahren.
  • Antwort zu Frage 2:
    Es gibt die Art von Herausforderungen, denen der Stadtteil sich immer wieder stellen muss und bei denen QM an seine Grenzen stößt. Für unseren Stadtteil heissen diese Herausforderungen z.B. Prostitution, Wegzug von großen Unternehmen, Fehlen von Arbeits- und Ausbildungsplätzen.
  • Antwort zu Frage 3:
    Ich empfehle eines der Straßenrestaurants an der Potsdamer Straße am Mittag. Bei sommerlichem Wetter fühlt man sich in eine südeuropäische Metropole versetzt: heiß, quirlig, bunt und laut.
  • Antwort zu Frage 4:
    Ich wünsche dem Stadtteil, dass er den guten Weg, den er eingeschlagen hat, auch in Zukunft weitergehen kann. Es gibt noch viel zu tun.

Ute Grossmann

Ute Grossmann
  • Antwort zu Frage 1:
    Es gibt Menschen, die etwas verändern wollen und Verantwortung übernehmen – das braucht die Straße.
  • Antwort zu Frage 2
    Ungeduldige und intolerante Menschen, die die Arbeit anderer nicht wertschätzen.
  • Antwort zu Frage 3:
    Bülowstraße 66, dort kann man einen Berliner Gewerbehof sehen, der eine Mischung von Kunst/Kunsthandwerk bis zum Medienunternehmen hat. Und es gibt dort das einzige norwegische Restaurant in Berlin.
  • Antwort zu Frage 4:
    Den Umbau der Potsdamer Straße und die Straßenbahn.

Corinna Lippert

Corinna Lippert
  • Antwort zu Frage 1:
    Wir haben wirklich viel erreicht in den letzten Jahren! Rein äußerlich: Ich finde insbesondere die „warmherzig“ gestalteten Freiflächen der Kitas und Grundschulen und den Gleditsch- Spielplatz klasse.
  • Antwort zu Frage 2:
    Oft sind es Umstände, die wir mit unseren Möglichkeiten nicht grundsätzlich beeinflussen können, z.B., die Armut und der Mangel an Arbeitsund Ausbildungsplätzen, die Intensivtäter, die durch unsere Angebote nicht mehr erreichbar sind. Auch gefällt mir der Spagat zwischen hochschwelliger EU-gerechter Fördermittelverwaltung und niedrigschwellig ausgerichteter Arbeit nicht.
  • Antwort zu Frage 3:
    Berlinbesucher/innen mit Kindern empfehle ich den Gleditsch Spielplatz an der Spreewald- Grundschule. Kinder haben ihn selbst mitgestaltet. Kinder spielen dort gern und Eltern können dort gut sitzen, zugucken oder mitspielen.
  • Antwort zu Frage 4:
    Eine Förderung über weitere Jahre, um das bisher Erreichte zu sichern und um auf dem begonnenen Weg weiter gehen zu können.