Aktuell

  • Offener Brief des Quartiersrates Schöneberger Norden zum Urteil des Berliner Sozialgerichtes vom 16. 04. 2012

    Eine sechsköpfige Familie aus der Steinmetzstraße soll nach einem Gerichtsurteil ausziehen, da die Miete über dem vom Jobcenter festgelegten Satz liegt – der Quartiersrat Schöneberger Norden wendet sich gegen diese "unangemessene Härte" für die Familie und mahnt für ganz Berlin Maßnahmen in Sachen Hartz-IV-Mietsätze und Mietenpolitik an. mehr
  • Fragt die Polizei – am Montag, 4. Juni im Fresh 30

    Ihr seid Jungs zwischen 9 und 16 Jahren und habt Fragen, Sorgen oder Kummer rund ums Thema „Polizei“? Am Montag, dem 4. Juni, sind abends schon zum zweiten Mal zwei Polizisten im Fresh 30 zu Besuch, kommt einfach vorbei und redet mit ihnen. mehr
  • Einladung zum 8. Unternehmer/innentreff am 4. Juni 2012 im Eis-Café Vannini

    Herzlich willkommen an alle Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Gebiet um die Potsdamer Straße: Anfang Juni geht es im Eis-Café Vannini um Finanzierungsmöglichkeiten über ein Mikrofinanzinstitut und die Idee von Bürgschaftskooperativen für Unternehmen. mehr

Aktuelle Veranstaltungen

26. Mai 2012, 15:00 Uhr

Stadttour »Historische Orte sichtbar machen«, Tour II - Von Bahntrassen, Straßen, Wohnhäusern und Brücken

29. Mai 2012, 19:30 Uhr

Lesung mit Marguerite Kollo: Willi Kollo »Als ich jung war in Berlin...«

31. Mai 2012,

Einreichungsschluss: Machen Sie Vorschläge für den Deutschen Engagementpreis 2012

Von Null auf 30 – das ist cool!

Mehr Sicherheit auf dem Weg zur Schule - darüber freuen sich die Kinder der Spreewald-Grundschule. Foto: Bahrs

„LANGSAM“ - das Mädchen reißt die Arme hoch. Die Verkehrsteilnehmerin bremst nicht ab. Weiter ruft das Mädchen in blinkendem Rot: „LANGSAM, LANGSAM, LANGSAM!“

Dialog-Display heißen die Tafeln, die am Haupteingang der Spreewald - Grundschule in der Pallasstraße stehen. Die Anzeige blinkt rot, wenn Autos zu schnell fahren, und es blinkt ein grünes Danke, wenn sie sich an die Tempo-30-Vorschrift halten, die dort seit Ende August durchgängig zwischen Potsdamer und Gleditschstraße gilt.  

Die Verkehrsberuhigung auf einer Haupstraße ist etwas Besonderes und ein großer Erfolg des Aktionsbündnisses „Verkehrssituation Pallasstraße“. Ende 2009 hatten dies Eltern der Spreewald-Grundschule gegründet, nachdem ein Schulkind bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wurde. Sie bekamen Unterstützung durch den Präventionsrat und das Quartiersmanagement Schöneberger Norden. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg und der Senat konnte ebenfalls von ihrem Anliegen überzeugt werden .

Seit dem 21. August führte die Polizei 11 Verkehrskontrollen durch und erstellte bis zum 20. September 182 Bußgeldbescheide wegen Geschwindigkeitsverstößen, das sind 3,5 Prozent der Fahrzeuge, die insgesamt überprüft wurden. „Diese Zahl ist im Vergleich zum Berliner Durchschnitt (12 % im Bereich von 30km/h –Strecken) sehr gering,“ sagte der stellvertretende Pressesprecher dem Schöneberger Morgen.

„Es ist zu erkennen, dass sich die Verkehrsteilnehmer langsam an die neue Regelung gewöhnen,“ teilte auch das Büro des Bezirksdezernenten für Bürgerdienste, Ordnungsaufgaben, Natur und Umwelt schriftlich auf eine Anfrage des Schöneberger Morgens mit.

Aufzeichnungen des Dialog-Displays (Gesamtmenge des Fahrzeugverkehrs, Uhrzeiten und Auslösung des Display) sind noch nicht ausgewertet worden. Es gibt Überlegungen, die Displays, nun da es eine vollständige Tempo-30-Zone gibt, wieder abzubauen. Doch sie könnten zu gegebener Zeit wieder an die Pallasstraße versetzt werden.

Der Schöneberger Norden ist durchzogen von Hauptverkehrsstraßen und Sicherheitslücken gibt es daher noch viele. Das Parken in zweiter Reihe animiert Autofahrer/innen zu riskanten Überholmanövern. Fahrradfahrer/innen weichen häufig auf den Bürgersteig aus, da die schlechte Fahrbahndecke und die überhöhten Geschwindigkeiten Radfahren auf der Potsdamer Straße gefährlich macht.

Hier ist Besserung in Sicht. 2011 wird die Wirtschaftsspur ?? auf der Potsdamer Straße, auf der sich gegenwärtig noch Lastwagen, PKWs, Busse tummeln, in einen Bussonderfahrstreifen umgewandelt, der auch für Radfahrer/innen freigegeben ist.

Ob sich auch der Traum einiger Anwohner/innen von einer Weiterführung der Straßenbahnlinien bis nach Steglitz verwirklichen wird? Straßenbahnen sind um einiges leiser als Busse, entschleunigen den Autoverkehr und verursachen weniger Schadstoffe wie CO2, Ruß und Feinstaub. Zusätzlich haben sie eine positive Wirkung auf den Einzelhandel und das Straßenbild.

Bei der Senatsverwaltung ist dies übrigens kein Traum mehr, sondern bereits ein, zugegebenermaßen aber langfristiger, Plan.

Schöneberger Morgen Nr. 44