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Sonntag, 17.12.2017

Winterkiezfest am U-Bahnhof Yorckstraße - Der KulmerKiez wünscht sich RESPEKT

Der größte Wunsch der Anwohner/innen
Gute Laune trotz der kühlen Jahreszeit
Stadtrat Jörn Oltmann (2.v.re.) kam auch vorbei
Reges Treiben: malen, spielen, tanzen, essen, trinken und quatschen

Der Kiez hatte zur Winterkiezaktion eingeladen, und alle waren gekommen: Aktive Anwohner/innen aus der Katzlerstraße, die Vereine Treff 62 e.V., JugendKunstPaten e.V, Harmonie e. V Kulturelle Erben e. V., Outreach gGmbH, das Netzwerk Jungensport und das Quartiersmanagement Schöneberger Norden. Das Bezirksamt Tempelhof Schöneberg trat als Veranstalter auf. Jörn Oltmann, Stadtrat für Stadtentwicklung und Bauen in Tempelhof-Schöneberg, nutzte die Gelegenheit, um sich vor Ort zu informieren.

Nachbarschaft ohne Drogen, Spielplätze ohne Spritzen und Müll

Für dieses Ziel hatten die Beteiligten einiges auf die Beine gestellt: Es gab Kuchen und Punsch, Kaffee und Herzhaftes. Es wurde getanzt und Ball gespielt, gemalt, gebastelt und geschminkt. Kinder boten Spielzeug auf einem kleinen Flohmarkt an, Besucher/innen konnten sich kostenlos Weihnachtsgeschenke einpacken lassen. Und es gab Informationen zum Thema der Aktion inklusive Drogenquiz.

Die Stimmung auf dem Platz war gut. Vor allem in der zweiten Stunde war richtig was los. Viel Bewegung mit und ohne Musik, die Kreidebilder bedeckten langsam den ganzen Platz. Gut dass es auch etwas Warmes und Süßes zu Essen und zu Trinken gab. Das half auf Dauer gegen die Kälte. In der dritten Stunde setzte leider ein leichter Regen ein, und die Aktion ging pünktlich um 16.00 Uhr zu Ende.

 

Aber dann ging es nochmal richtig los mit einer Kunstaktion im Untergrund !

Als das Fest an der Oberfläche längst vorbei war, der Regen die letzten Kreidebilder verwischt hatte, und der Festplatz wegen der seit Monaten kaputten Straßenlaternen in der kalten Dunkelheit versunken war, ging es plötzlich los im warmen, hellen Untergrund.

Die Aktion für RESPEKT und gegen Drogen in der Nachbarschaft und in der U-Bahn fand ihre Fortsetzung im U-Bahn-Tunnel. Innerhalb von 30 turbulenten Minuten hatte der Künstler sein Statement für den Kiez fertig. Um ihn herum viel Action: Dröhnende U-Bahnen, Hip Hop, Tanz, Kinderspiel, Blütenregen. Neugierige Anwohner/innen vermischten sich mit interessierten Fahrgästen, Begeisterung und mancher kritische Blick, umkreist von einem Kamerateam des rbb.






Der Künstler ist verschwunden ...

Völlig losgelöst sprayte der Künstler sein Bild - und entschwebte am Ende mit seiner Crew lässig mit dem Aufzug nach oben. Ein cooler Abgang. Applaus von allen Seiten. RESPEKT.

Die späte Aktion war dann noch am gleichen Abend im rbb zu sehen, in der Abendschau, so gegen 19.40 Uhr ...

 

 

Zum Hintergrund des Winterkiezfestes und der Graffiti-Aktion:

Seit 2016 belastet der zunehmende Handel und Konsum von harten Drogen die Nachbarschaft rund um den U-Bahnhof Yorckstraße - und er breitet sich immer weiter im Schöneberger Norden aus. Dies hat zu einer starken Verunsicherung der Anwohner/innen geführt, die auch mit Angst und Wut auf diese Entwicklung reagierten. Aus diesem Grund hat das Quartiersmanagement Schöneberger Norden seit April 2017 zu vier Kiezgesprächen in den Treff 62 in der Katzlerstraße eingeladen - das fünfte wird im Februar 2018 stattfinden. Hier werden die Probleme öffentlich diskutiert und aktiv behandelt. Ein Ergebnis: das Winterkiezfest als „Kiez-Aktion gegen Gewalt und Drogen“. Ziel ist die öffentlich sichtbare Rückeroberung des Platzes durch die Anwohner/innen und der friedliche, kreative und bunte Protest gegen dessen Verwahrlosung. Denn für die Bewohner/innen und Akteure im Gebiet war von Anfang an klar, dass sie ihre Straßen und öffentliche Räume nicht aufgeben werden. Sie wollen sich aktiv, kreativ und friedlich gegen Drogen und Gewalt in ihrer Nachbarschaft wenden. Hier leben alle gerne und dies soll auch so bleiben.


Deshalb noch eine Bitte am Schluss an die BSR und BerlinLicht Stromnetz Berlin GmbH:

Bitte helft den Bewohner/innen dabei, den Platz in Ordnung zu halten. Setzt die Straßenlaternen regelmäßig instand und reinigt auch in den versteckten Ecken des Platzes.

txt/fotos: Peter Pulm (QM)