Kießling-Affäre als Live-Stream am 15. Mai 2020

Es war der größte Skandal, der 1983/84 über Wochen die Bundeswehr, die Bundesregierung und die ganze Republik erschütterte: Die Affäre Kießling. Ein hochrangiger Bundeswehr- und NATO-General wurde der Homosexualität bezichtigt und aus der Bundeswehr entlassen. Am Freitag, 15. Mai 2020, um 18 Uhr präsentieren die zwölf-Apostel-Kirchhöfe wieder einen Live-Stream. Diesmal über die Affäre Kießling, denn der General ruht auf dem Kirchhof.

General Günter Kießling (links) und Bundesverteidigungsminister Manfred Wörner auf dem Umschlag des Buches von Heiner Möller "Die Affäre Kießling", Ch. Links Verlag 2019

Die zwölf-Apostel-Kirchhöfe präsentieren:

Die Affäre Kießling

Lesung und Gespräch mit Dr. Heiner Möllers

Live – Stream aus der Kapelle des Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof

Freitag, 15. Mai 18 Uhr

Link: https://youtu.be/rGPI8eyy2tE

Es war der größte Skandal, der 1983/84 über Wochen die Bundeswehr, die Bundesregierung und die ganze Republik erschütterte: Die Affäre Kießling. Ein hochrangiger Bundeswehr- und NATO-General wird der Homosexualität bezichtigt und aus der Bundeswehr entlassen. Er sei ein Sicherheitsrisiko. Aber General Günter Kießling (1925–2009) gibt nicht klein bei, will seine Ehre wiederhergestellt wissen, geht an die Öffentlichkeit. Verteidigungsministerium und MAD agieren tollpatschig und unprofessionell. Würde es hier nicht um ein menschliches Schicksal gehen, könnte man das Ganze eine aberwitzige Schmieren-Komödie nennen. Der Verteidigungsminister steht vor dem Rücktritt. Am Ende wird Kießling rehabilitiert, kehrt in den Dienst zurück, um wenig später mit militärischen Ehren entlassen zu werden.

Im letzten Jahr hat der Militärhistoriker Dr. Heiner Möllers ein spannendes Buch über die Affäre herausgebracht. Aus diesem Buch wird er am 15. Mai 2020 lesen. In einem begleitenden Gespräch mit Bertram von Boxberg geht es auch um das Thema „Homosexualität in der Bundeswehr“. Denn die Affäre Kießling hat damals viel über die Stellung Homosexueller in der Bundeswehr gezeigt. Was hat sich seitdem verändert?

Da die Veranstaltung nicht mit Zuschauern stattfinden kann, wird sie als Livestream aus der Kapelle des Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof präsentiert. Warum aus einer Friedhofskapelle? General Kießling hat auf dem Alten-Zwölf Apostel-Kirchhof seine letzte Ruhe gefunden.

Veranstalterkontakt

Bertram von Boxberg, Zwölf-Apostel-Kirchhöfe, Öffentlichkeitsarbeit, Kolonnenstraße 24-25, 10829 Berlin, Tel.: + 49 - 30 - 23 90 86 38, Mail: vonboxberg@zwoelf-apostel-berlin.de, Web: www.zwoelf-apostel-berlin.de