1. Fachtag des Bildungsnetzwerkes Schöneberg Nord zum Thema "Gewaltprävention an Kita, Schule und im Stadtteil"

Seit 2008 arbeitet das Bildungsnetzwerk Schöneberg Nord an der Verbesserung der Bildungschancen der Quartiersbewohner/innen und an der Weiterentwicklung der Bildungslandschaft im Schöneberger Norden. Dabei standen bisher wichtige Themen wie "Übergangsgestaltung" und "Mehrsprachigkeit" im Mittelpunkt des Interesses. Aktuell beschäftigt sich das Netzwerk mit dem Thema „Gewaltprävention im Schöneberger Norden“. Jetzt fand der 1. Fachtag dazu statt. Ein 2. Fachtag wird im Herbst folgen.

Das Bildungsnetzwerk Schöneberg Nord (BNW) beschäftigt sich aktuell intensiv mit dem Thema Gewaltprävention. Spätestens seit 2017 steht das Thema auf der Agenda. Um die Situation in Schöneberg Nord gemeinsam und intensiv zu erörtern, hatten die Mitglieder beschlossen, den Fachtag zum Thema „Gewaltprävention an Kita, Schule und im Stadtteil“ am 13.07.2018 in der Aula der Neumark-Grundschule durchzuführen. Die Resonanz war mit 70 Anmeldungen erfreulich gut, am Ende nahmen über 50 Menschen teil: Vertreter/innen von Schulen und Kitas, von Kinder-, Jugend-, und Nachbarschaftseinrichtungen, weitere Fachkräfte und vor allem auch Bildungsbotschafter/innen und andere aktive Eltern.

Der Fachtag sollte tiefere Einblicke in die aktuelle Situation an den Bildungseinrichtungen ermöglichen. Gemeinsam sollten gewaltpräventive Maßnahmen anhand von guten Beispielen aus der Praxis zu diskutiert und zu reflektiert weren. Um die Diskussion zu öffnen, wurden auch Akteur/innen über den Schöneberger Norden hinaus eingeladen. Diese sind zwar (noch) nicht Mitglied im BNW. Sie beschäftigen sich jedoch ebenfalls mit dem Thema. Insofern machte der Fachtag auch Werbung in eigener Sache, denn das Netzwerk will sich in den nächsten Jahren erweitern.

Deshalb nutzten Frau Günther vom Projekträger Camino, Herr Föll als Leiter der Neumark-Grundschule, Frau Jotzo vom Jugendamt und Leiterin der Region Nord und Herr Pulm vom Quartiersmanagement bei ihrer Begrüßung auch die Gelegenheit, um für das Netzwerk zu werben.

Dr. Albrecht Lüter, der Leiter der Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention der Senatsverwaltung für für Inneres und Sport stimmte die Teilnehmer/innen zu Beginn mit seiner Präsentation „Kinder- und Jugendgewalt und ihre Prävention. Befunde des Berliner Monitorings Jugendgewaltdelinquenz zu Schöneberg und Schöneberg Nord.“ auf das Thema ein.

In zwei Diskussionsrunden und den vier Arbeitsgruppen „Kita“, „Schule“, „Stadtteil“ und „Familien-/Elternarbeit“  diskutierten die Teilnehmer/innen ausführlich jeweils ein gutes Praxisbeispiel aus dem Stadtteil in den Arbeitsgruppen „Kita“, „Schule“, „Stadtteil“ und „Familien- und Elternarbeit“ und beschäftigten sich mit ihrer Wirksamkeit und Übertragbarkeit.  In der großen Abschlussrunde wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen allen Teilnehmer/innen vorgestellt und noch einmal gemeinsam diskutiert.

Diese Ergebnisse werden im September 2018 in einem 2. Fachtag die Grundlage für die Weiterarbeit des BNW sein. Das Netzwerk möchte dann einen „Leitfaden zur Gewaltprävention“ und damit ein Instrument entwickeln, auf dessen Grundlage alle an einem Strang ziehen können. Denn das gemeinsame Ziel lautet: Gewalt vorbeugen an Kitas, Schule und Stadtteil – für ein gewaltfreies Miteinander.


Der Fachtag wurde veranstaltet im Rahmen des im Programm Soziale Stadt geförderten Projektes „Wir wollen Wissen – Weiterentwicklung des Bildungsnetzwerkes Schöneberg Nord“.

 

text: Peter Pulm  (QM); fotos: Claas Fritzsche (QM)