Enthüllung von Gedenksteinen für zwei besondere Frauenpersönlichkeiten am 25. August 2019

Die Frauen auf den Kirchhöfen - Enthüllung von zwei Gedenksteinen für Frida und Oda Schottmüller findet am Sonntag, 25. August 2019, 
um 15 Uhr
 auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in der Großgörschenstraße 12-14 statt.

Entwurf der Gedenksteine © Fa. Scherhag  Veröffentlichungsrechte: Zwölf Apostel Kirchhöfe

Oda Schottmüller um 1928, Foto: N.N.,/EMPORE, Antikriegsmuseum

Entwurf der Gedenksteine © Fa. Scherhag  Veröffentlichungsrechte: Zwölf Apostel Kirchhöfe

Die Frauen auf den Kirchhöfen
Enthüllung von zwei Gedenksteinen für
Frida Schottmüller (1872-1936)
Oda Schottmüller  (1905-1943)

    
Sonntag, 25. August 2019, 
15 Uhr

Alter St.-Matthäus-Kirchhof, Großgörschenstraße 12-14, 10829 Berlin

Eintritt frei - Treffpunkt Eingang

Anschließend in der Kapelle: Vortrag von Frau Dr. Geertje Andresen und Claudia von Gèlieu über die Biografien der beiden Frauen

Die Zwölf-Apostel-Kirchhöfe setzen mit der Gedenksteinlegung die Reihe „Die Frauen auf den  Kirchhöfen“ fort. Die Reihe erinnert an bedeutende Frauenpersönlichkeiten in Berlin.

Oda Schottmüller (1905-1943) hat nie ein Grab bekommen. Im Sommer 1942 wurde sie als Mitglied der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ zum Tode verurteilt und am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee von den Nazis ermordet. 
Oda Schottmüller hatte in Berlin Bildhauerei studiert. Ihre große Leidenschaft galt dem Tanz, darin ließ sie sich ebenfalls ausbilden. Im Maskentanz führte sie beide Berufsfelder eindrucksvoll zusammen und schuf eine eigene Tanzästhetik.

Frida Schottmüller (1872-1936) war die Tante von Oda Schottmüller und nahm nach dem Tod von deren Vaters Oda im Alter von 14 Jahren bei sich in Berlin auf. Auch Frida Schottmüller hat eine für ihre Zeit bemerkenswerte und selbstbestimmte Biographie: Ab 1893 besuchte sie die Zeichenschule des Vereins der Berliner Künstlerinnen und die Königliche Kunstschule zu Berlin. Da es für Frauen bis ins Jahr 1908 nicht möglich war an einer preußischen Hochschule einen Abschluss zu erlangen, ging sie an die Universität Zürich. Anschließend wurde sie Mitarbeiterin von Wilhelm von Bode am Kaiser Friedrich-Museum in Berlin. 
Das Grab von Frida Schottmüller auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof existiert nicht mehr. Genau dort, wo es sich befunden hat, werden nun die beiden Gedenksteine gesetzt. 

Kontakt: 
Bertram von Boxberg
Zwölf-Apostel-Kirchhofsverwaltung
Öffentlichkeitsarbeit 
Kolonnenstraße 24-25
10829 Berlin
vonboxberg@zwoelf-apostel-berlin.de