Großgörschenstraßenfest - Ein Fest für ein respektvolles nachbarschaftliches Zusammenleben!

Am 15. September 2019 wurde das 11. Großgörschenstraßenfest gefeiert. Das mittlerweile traditionelle kleine Kiezfest um Katzler-, Bautzener und Kulmer Straße wurde in diesem Jahr vom Kulturellen Erben e. V und vom Treff 62 e. V als Träger organisiert.

Das Fest wurde von Jörn Oltmann, den stellvertretenden Bezirksbürgermeister und Stadtrat für Stadtentwicklung und Bauen im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, eröffnet. In seiner Rede gab Jörn Oltmann bekannt, dass es seit Mai eine kostenfrei Mieter- und Sozialberatung im Bezirk gibt. Dieses Angebot im Schöneberger Norden wird im Auftrag des Bezirksamtes von AG SPAS durchgeführt.

Das Fest fand in diesem Jahr an einem herrlichen und sonnigen Spätsommertag statt.

Es wurde von Abd Alrahman Al Musa von der Vergabejury moderiert. Zahlreiche Projekte, Vereine und Initiativen konnten sich vielen Besuchern präsentieren.

Schon in die Vorbereitungsphase wurden die Akteure und interessierte Bewohnerinnen und Bewohner eingebunden. Am Ende waren viele unterschiedliche soziale Einrichtungen, Vereine, Projekte und Initiativen, die im KulmerKiez aktiv sind, auf dem Fest vertreten und nutzten die Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen:

INA Kita Steinmetzstraße, Stadtteilverein Schöneberg e.V., Treff 62 e.V., Harmonie e.V., Genossenschaftshaus Katzlerstraße 13, Bildungsbotschafter, Initiative Kiezpalaver, LSVD (Lesben- und Schwulenverband in Deutschland) und AHA- Berlin e.V. (Allgemeine Homosexuelle Arbeitsgemeinschaft) und das Quartiersmanagement waren an den Ständen präsent.

Weiterhin stellten sich drei Projekte des QM vor: Nachbarn in Bewegung(-slandschaft), Netzwerk der Religionsgemeinden (Pfarrer Bornemann von der Zwölf Apostel Kirche) und Jana Bareiß mit „Mieten und Wohnen“.

Treff 62 e. V und Sofia Camargo haben für ein wunderbares Kinderprogramm gesorgt.

Die Initiative Kiezpalaver hatte die Gelegenheit, ihre durchaus kritischen Positionen zu den Bebauungen und der Mietenpolitik rund um den Kiez auf der Bühne zu erläutern.

An den über 20 Ständen gab es nicht nur Informationen zu Einrichtungen und Angeboten der Beteiligten, sondern auch Informationen zu Themen wie Wohnen, Bewegung, Ehrenamt oder Religionsgemeinden im Quartier. Es gab auch Mitmach- und Spielangebote für Kinder und Jugendliche.

Das Bühnenprogramm war überwältigend vielfältig: Kinderchor und Theatergruppe von Treff 62 e. V., Breakdancegruppe „Chico´s Floor Rockers“, Shingo und Akiko aus Japan mit türkischer Musik, und AHA-Showblock wurden von dem begeisterten Publikum begleitet. Neben diesem Bühnenprogramm gab es eine „Kreuz&Queer“ Führung auf dem St. Matthäus Friedhof.

Mit diesem Fest ist die Vielfältigkeit des Schöneberger Nordens noch einmal zum Ausdruck gekommen.

In diesem Jahr gab es noch eine tolle Nachricht: Die Gärtnerinnen und Gärtner aus dem Schöneberger Norden wurden von der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ als vorbildliches Projekt an der Schnittstelle Natur und soziale Fragen ausgezeichnet. Durch das Engagement vieler Menschen sind neue Orte im Schöneberger Norden entstanden, wie zum Beispiel die interkulturellen Gärten der Künste am Lilli-Flora-Park, die Pallasgärten und der Frobengarten.

Es gibt auch viele kleinere Garteninitiativen, die den Schöneberger Norden zu einem schöneren Quartier machen. Nachbarinnen und Nachbarn pflegen Baumscheiben und Blumentöpfe, z.B. in der Katzlerstraße, sie bauen Grüne Tore oder kümmern sich um Blumenbeete in der Steinmetzstraße, wie im Projekt Wachse, wachse und gedeihe oder Rund um die Zwölf-Apostel-Kirche.

Stadtrat Oltmann und Herr Manzenberger, Jugendbotschafter- UN Dekade Biologische Vielfalt, überreichten den Gärtnerinnen und Gärtner die Urkunde. Hier finden Sie mehr Informationen zur Auszeichnung.

Am Ende war es wieder ein sehr schönes Soziale-Stadt-Fest, bei dem für jeden etwas angeboten wurde: Viele Informationen, leckeres Essen, vielfältiges Programm, interessante Gespräche, viel Vernetzung…

Und zum Schluss ein ganz herzliches Dankeschön an Victoria Thirsch und Ibo Omari vom Kulturellen Erben e. V., an Sofia Camargo und Veysel Saydan vom Treff 62 e. V., die das Fest von Vorbereitungen bis zum Aufräumen organisiert und getragen haben. Danke an Alle für diesen Einsatz!

Vielen Dank an den Vereinen, Initiativen und den vielen Freiwilligen, die mit ihren ehrenamtlichen Einsatz dazu beitragen haben.

Das Großgörschenstraßenfest wird von Anfang an aus Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt gefördert. Auch für 2020 stehen wieder Mittel bereit und können beantragt werden.